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Sägen & Cuttermesser – präzise Schneidwerkzeuge für Handwerk und Alltag
Von Hand gesägt wird überall dort, wo eine Maschine zu grob, zu laut oder schlicht zu umständlich wäre. Diese Kategorie führt das nötige Werkzeug in ganzer Breite: Fuchsschwänze und Handsägen für den Zuschnitt im Holz, Rücken- und Feinsägen für saubere Kanten, Zugsägen japanischer Bauart, Klapp- und Astsägen für unterwegs sowie Sägebogen aus Aluminium, Stahl und Kunststoff, mit denen Rohr, Profil und Gewindestange getrennt werden. Gehrungsladen führen die Säge im festen Winkel, wenn Leiste oder Rahmen ohne sichtbaren Spalt zusammenstoßen sollen.
Für die Maschine liegen die Verbrauchsteile bereit: Blätter für Stich- und Säbelsäge sowie Tauchsägeblätter für oszillierende Werkzeuge, mit denen sich auch im Verbund und dicht an der Wand noch trennen lässt. Ergänzt wird das durch Cuttermesser mit Ersatzklingen für Folie, Karton, Dämmstoff und Dichtungsmaterial – das Schneidwerkzeug für alles, was sich nicht sägen lässt.
Welche Säge Sie brauchen, entscheidet weniger der Werkstoff als die Aufgabe: Ablängen verlangt ein langes, steifes Blatt, ein Ausschnitt in der Fläche eine schmale Spitze zum Einstechen, ein Gehrungsschnitt eine Führung, die den Winkel hält. Rechnen Sie das Blatt als Verbrauchsmaterial mit – kein anderes Bauteil verbessert das Ergebnis so unmittelbar wie eine frische Schneide.
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Welche Zahnung schneidet Ihren Werkstoff?
Die Zahnteilung entscheidet, ob ein Sägeblatt schneidet oder haftet. Grobe Zähne mit großen Zahnlücken räumen viel Span und sind für Holz und schnelle Trennschnitte gedacht; feine Zähne gehören an Metall, Dünnblech und Rohre. Die wichtigste Regel dazu lautet: Es müssen immer mindestens drei Zähne gleichzeitig im Eingriff sein. Wird diese Regel bei dünnem Material verletzt, hakt sich ein einzelner Zahn ein und bricht aus – der klassische Fehler beim Sägen von Rohr und Blech.
Die Schränkung sorgt dafür, dass der Schnittspalt breiter ist als das Blatt, sodass es nicht klemmt. Gehärtete oder induktiv gehärtete Zahnspitzen bleiben lange scharf, lassen sich aber nicht mehr nachschärfen; Blätter mit ungehärteter Zahnung können dafür nachgefeilt werden. Klemmt die Säge trotz passender Zahnung, verläuft der Schnitt oder das Material spannt sich zu – dann hilft ein Keil im Schnittspalt mehr als Kraft.
Stoßschnitt oder Zugschnitt?
Der europäische Fuchsschwanz schneidet beim Schieben. Das Blatt muss deshalb kräftig genug sein, um nicht auszuknicken, und arbeitet robust und führungssicher. Japanische Sägen schneiden dagegen im Zug: Das Blatt steht dabei unter Zugspannung und kann sehr dünn ausfallen. Das ergibt einen schmalen Schnittspalt, geringen Kraftaufwand und ein sehr sauberes Schnittbild, verlangt aber saubere Führung ohne seitlichen Druck.
Beginnen Sie jeden Schnitt mit wenigen kurzen Zügen und dem Daumen als Anschlag an der Blattflanke, bis die Kerbe steht; erst dann die volle Blattlänge nutzen. Für Grünschnitt und feuchtes Holz sind grobe Zähne mit großen Spanräumen richtig, weil feuchte Späne sonst die Zahnlücken zusetzen. In der Nähe von Nägeln, Klammern oder unbekannten Einschlüssen haben feine Handsägen nichts zu suchen – ein einziger Treffer ruiniert die Zahnreihe.
Stichsägeblätter richtig auswählen
Erst der Schaft, dann alles andere: Der T-Schaft passt in nahezu alle heutigen Maschinen, der ältere U-Schaft nur in entsprechende Aufnahmen. Beim Blattwerkstoff gilt: Chrom-Vanadium- beziehungsweise HCS-Blätter sind zäh und für Holz und Kunststoff gedacht. HSS ist hart und schneidet Metall, bricht aber leichter. Bimetall verbindet eine HSS-Zahnleiste mit einem federelastischen Rücken und ist deshalb der bruchsicherste Allrounder für Metall. Hartmetallbestückte und mit Hartmetall bestreute Blätter sind für stark abrasive Werkstoffe wie Faserzement und Keramik vorgesehen.
Die Zahngeometrie bestimmt Tempo und Schnittbild: geschränkte, gefräste Zähne arbeiten schnell und rau in Holz, geschliffene Zähne sauberer, wellenförmig geschränkte feine Zähne gehören an Dünnblech. Für ausrissfreie Sichtseiten gibt es Blätter mit umgekehrter Zahnrichtung, die im Abwärtshub schneiden. Die Blattlänge sollte die Materialstärke deutlich übersteigen, damit das Blatt beim Hub austaucht und den Span abgibt.
Cuttermesser sicher führen
Die meisten Schnittverletzungen entstehen nicht an der scharfen, sondern an der stumpfen Klinge: Sie verlangt Druck, rutscht ab und fährt unkontrolliert weiter. Brechen Sie deshalb ein Segment ab, sobald der Schnitt Kraft kostet – und zwar mit der dafür vorgesehenen Kappe oder einer Zange, nie mit den Fingern. Abgebrochene Segmente gehören in einen geschlossenen Behälter, nicht in den Papierkorb.
Trapezklingen sind kräftiger und für Teppich, Leder, Pappe und Bahnenmaterial gedacht, Hakenklingen trennen Folien und Bahnen, ohne den Untergrund anzuschneiden. Schneiden Sie in mehreren leichten Zügen statt in einem tiefen, führen Sie die Klinge immer vom Körper weg und nie in Richtung der Hand, die das Werkstück hält. Ziehen Sie die Klinge ein, sobald Sie das Messer ablegen; Modelle mit selbsttätigem Rückzug nehmen Ihnen diese Entscheidung ab und sind im Betrieb die sicherere Wahl.