Schleifscheiben & Schleifblöcke – Trennen, Schruppen und Glätten von Metall

Schleifscheiben, Schruppscheiben

Trennen, Schruppen, Glätten, Polieren – vier Arbeitsschritte, vier völlig unterschiedliche Schleifmittel. Diese Kategorie bündelt sie für Winkelschleifer, Exzenter- und Bandschleifer, Bohrmaschine und Handarbeit, samt der Aufnahmen und Ersatzteile, die dazugehören.

Den Kern bilden gebundene Schleifkörper: dünne Trennscheiben für den Schnitt in Stahl und Edelstahl, Segment- und Turboscheiben für mineralische Werkstoffe und dickere Schruppscheiben zum Abtragen von Schweißnähten und Graten. Daneben stehen Schleifmittel auf Unterlage – Klett-Schleifblätter, Schleifbänder, Papierrollen und flexible Schleifschwämme für Kanten und Profile – zusammen mit Stütz- und Klettellern für die Maschine sowie Schleifklötzen und Haftschleifblöcken für die Hand. Zum Polieren gibt es Scheiben, Hauben, Köpfe und Schwämme in verschiedenen Härten.

Dazu kommen Spezialisten aus dem Kfz-Bereich: Honwerkzeuge mit starren Steinen oder flexiblen Kugeln zum Aufrauen von Zylinder- und Bremszylinderlaufflächen, Radnabenschleifer für die Auflagefläche unter der Felge, Reinigungsscheiben für Dicht- und Bremsflächen und Folienradierer zum rückstandsfreien Entfernen von Klebeschriften. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Durchmesser, Aufnahme und zulässige Drehzahl zu Ihrer Maschine passen.

Haftschleifblock L123xB68mm hart/weich TECWERK
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Stützteller D.150mm 5/16Zoll u.M8 kletthaftend TECWERK
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Grobreinigungsscheibe D.51mm ext.coarse schwarz 10500min-¹ TECWERK
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Schruppscheibe Action D125xS6mm gekr.Bohr.22,23mm TECWERK
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Schruppscheibe D125xS7mm gekr.Bohr.22,23mm TECWERK
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Trennscheibe D125x1mm ger.Keramikkorn Bohr.22,23mm TECWERK
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Woran Sie eine sichere Scheibe erkennen

Auf jedem Etikett eines gebundenen Schleifkörpers stehen die Angaben, die über die Sicherheit entscheiden: der Durchmesser, die Aufnahmebohrung, die zulässige Höchstdrehzahl und die Werkstoffe, für die die Scheibe freigegeben ist. Die Leerlaufdrehzahl Ihrer Maschine darf diese Höchstdrehzahl niemals überschreiten – kleine Winkelschleifer drehen deutlich schneller als große, und eine Scheibe für eine große Maschine gehört nicht auf eine kleine.

Kunstharzgebundene Trenn- und Schruppscheiben altern. Das aufgedruckte Verfallsdatum ist keine Formsache, sondern die Grenze, ab der die Bindung an Festigkeit verlieren kann; überlagerte Scheiben werden entsorgt, nicht aufgebraucht. Achten Sie außerdem auf die Kennzeichnung nach EN 12413 und auf ein Prüfzeichen anerkannter Prüfstellen. Vor dem Aufspannen gehört jede Scheibe auf Risse, Ausbrüche am Rand und Feuchtigkeitsschäden angesehen; heruntergefallene Scheiben werden ausgesondert.

Trennen ist nicht Schruppen

Die beiden Scheibentypen sehen sich ähnlich, sind aber völlig unterschiedlich aufgebaut. Eine dünne Trennscheibe ist für Kräfte in Schnittrichtung ausgelegt und verträgt keine seitliche Belastung. Verkanten im Schnitt, Hebeln, um das Werkstück zu trennen, oder Entgraten mit der Flanke führen zum Bruch. Die dickere Schruppscheibe ist umgekehrt so aufgebaut, dass sie flach angestellt arbeitet, und darf nicht zum Trennen verwendet werden.

Beim Schruppen liegt der günstige Anstellwinkel flach, etwa zwischen 30 und 40 Grad; steiler angestellt gräbt sich die Scheibe ein, flacher schmiert sie nur über die Oberfläche. Beim Trennen führen Sie die Maschine gerade und ohne seitlichen Druck, lassen die Scheibe schneiden und drücken nicht nach. Klemmt der Schnittspalt, weil das Werkstück nachgibt, verkantet die Scheibe und schlägt zurück – deshalb wird abzutrennendes Material immer so unterstützt, dass sich der Spalt öffnet statt schließt. Die Schutzhaube bleibt montiert und wird so gedreht, dass Funken und Bruchstücke vom Körper weg fliegen.

Welches Korn zu welchem Werkstoff passt

Normalkorund ist das Standardkorn für Baustahl und liefert bei mäßigem Anpressdruck ein gutes Verhältnis von Abtrag und Standzeit. Zirkonkorund und Keramikkorn brechen unter Druck kontrolliert auf und legen dabei immer neue scharfe Schneiden frei; sie lohnen sich bei hohem Anpressdruck, in zähen Stählen und im Dauereinsatz. Siliziumkarbid ist sehr hart und spröde und gehört eher an Stein, Guss und Nichteisenmetalle als an weichen Stahl.

Bei Edelstahl kommt ein Punkt hinzu, der über das Ergebnis entscheidet: Die Kennzeichnung INOX beziehungsweise die Angabe eisen-, schwefel- und chlorarm bedeutet, dass die Scheibe keine Eisenpartikel in die Oberfläche einträgt. Wird Edelstahl mit einem gewöhnlichen Schleifmittel bearbeitet, setzt sich Fremdeisen fest und rostet später aus der scheinbar blanken Fläche heraus. Aus demselben Grund werden Schleifmittel für Edelstahl getrennt von denen für Baustahl aufbewahrt.

Von Hand schleifen: Block, Körnung, Reihenfolge

Beim Schleifen von Hand macht die Unterlage den Unterschied. Ein Haftschleifblock oder Schleifklotz verteilt den Druck gleichmäßig und hält die Fläche eben; ohne Block drücken die Finger Rillen in die Oberfläche, die spätestens unter Lack sichtbar werden. Harte Blöcke sind für plane Flächen richtig, weiche folgen Wölbungen und Rundungen.

Arbeiten Sie die Körnungen der Reihe nach ab und überspringen Sie keine Stufe: Jede Körnung muss die Kratzer der vorherigen vollständig entfernen, sonst bleiben sie unter den feineren Schleifspuren stehen. Ein Wechsel der Schleifrichtung um etwa 90 Grad je Stufe macht sichtbar, wann die alten Riefen weg sind. Setzt sich das Schleifmittel mit Lack oder Aluminium zu, trägt es nicht mehr ab, sondern erzeugt nur noch Wärme – dann hilft nur der Wechsel des Blatts, nicht mehr Druck. Kletthaftende Stützteller sollten zur Aufgabe passen: weich für Rundungen und Feinschliff, hart für planen Abtrag.