Feilen und Raspeln – präzises Abtragen an Holz und Metall

Feilen, Raspeln, Werkstattfeile

Wo Maschine und Schleifscheibe zu grob werden, kommt die Feile ins Spiel: Sie nimmt kontrolliert wenig Material ab und ist oft das einzige Werkzeug, das eine Kante, eine Passung oder eine Innenecke noch auf Maß bringt. Der Fortschritt bleibt dabei jederzeit sichtbar und lässt sich Zug um Zug dosieren.

Das Sortiment gliedert sich nach der Aufgabe. Werkstattfeilen mit Heft bearbeiten Flächen und Kanten an Stahl und Guss, Raspeln nehmen Holz und weiche, faserige Werkstoffe deutlich schneller zurück. Nadel- und Schlüsselfeilen bieten dasselbe Formenspektrum in klein und arbeiten Aussparungen, Nuten und Passungen nach. Diamantbelegte Ausführungen sind für Werkstoffe gedacht, an denen eine geschnittene Verzahnung sofort stumpf würde.

Dazu kommen Sonderformen aus dem Kfz- und Karosseriebereich: Karosseriefeilen mit auswechselbaren Blättern im Spannhalter für großflächiges Abziehen, Gewindefeilen zum Nachschneiden beschädigter Gänge an Innen- und Außengewinden sowie Feilen für die Bremssattelführung. Angeboten werden die Werkzeuge einzeln, im Satz und als Einlage für den Werkstattwagen, sodass die Formen sortiert bleiben.

Feilenheft TECWERK
ab 1,51 EUR
inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand
PFERD TOOLS Feilenheft Feilengriff Feilenhandgriff Feilenstiel Feilenhalter
ab 2,07 EUR
inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand
PFERD TOOLS Feilenheft Feilengriff Feilenstiel Feilenhalter Griiff für Feilen
ab 3,01 EUR
inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand
Holzraspel DIN 7263 E L.200mm Q.8mm Hieb 2 rd.2K-Ergo TECWERK
4,18 EUR
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Holzraspel DIN 7263 L.250mm Q.25x7mm Hieb 2 halbrd.TECWERK
SOLD OUT
5,78 EUR
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Kabinettraspel DIN 7263 D L.200mm Q.24x5mm Hieb 2 halbrd.2K-Ergo TECWERK
7,23 EUR
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Stk:
 
Schlüsselfeilensatz L.100mm Hieb 2 TECWERK
7,28 EUR
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Diamanthabilisfeilensatz L.215mm 5-tlg.D 126 TECWERK
178,19 EUR
inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand
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Diamantnadelfeilensatz L.140mm 5-tlg.D 126 TECWERK
19,62 EUR
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Feilraspel DIN 7261 L.200mm Q.20x5mm Hieb 1 2K-Ergo TECWERK
6,12 EUR
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Stk:
 
Werkstattfeile DIN 7261 L.200mm Q.14mm Hieb 2 Dreikant 2K-Ergo TECWERK
4,69 EUR
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Werkstattfeile DIN 7261 L.200mm Q.8mm Hieb 2 4-KT.2K-Ergo TECWERK
4,25 EUR
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1 bis 24 (von insgesamt 80)

Welcher Hieb gehört zu welchem Werkstoff?

Die Hiebnummer beschreibt die Feinheit der Verzahnung: Hieb 1 trägt grob und schnell ab, Hieb 2 ist der Allrounder für die meisten Arbeiten, feinere Hiebe schlichten die Fläche. Je feiner der Hieb, desto glatter das Ergebnis und desto geringer der Abtrag. Sinnvoll ist deshalb der Wechsel: erst grob auf Maß heran, dann fein zum fertigen Maß.

Ebenso wichtig ist die Hiebart. Der Kreuzhieb mit zwei sich kreuzenden Zahnreihen ist für Stahl und Guss gedacht und zerteilt den Span. Der Einhieb mit nur einer Zahnreihe läuft ruhiger und wird für weiche Werkstoffe wie Aluminium, Blei und Kunststoff verwendet, weil die Späne besser abfließen. Der Raspelhieb besteht aus einzeln ausgehauenen Zähnen und ist für Holz, Leder und ähnlich faserige Werkstoffe gemacht – auf Metall stumpft er sofort ab.

Welche Form und welcher Querschnitt?

Der Querschnitt sollte zu der Form passen, die entstehen soll. Flachfeilen arbeiten ebene Flächen und Außenkanten, Halbrundfeilen decken mit einer flachen und einer gewölbten Seite beides ab, Rundfeilen weiten Bohrungen und formen Innenradien. Dreikantfeilen kommen in Innenecken, Vierkantfeilen in Nuten und rechteckige Aussparungen. Wichtig ist die Zahnung an den Schmalseiten: Eine unbehauene Seite lässt sich an eine bereits fertige Fläche anlegen, ohne sie zu beschädigen.

Für feine Arbeiten gibt es dieselben Formen als Nadel- und Schlüsselfeilen, mit denen sich kleine Aussparungen, Passungen und Gravuren nacharbeiten lassen. Diamantfeilen tragen kein Zahnprofil, sondern gebundenes Diamantkorn und sind für gehärteten Stahl, Hartmetall, Keramik und Glas gedacht. Sie schneiden in beide Richtungen, vertragen aber keinen hohen Druck und setzen sich auf weichen Metallen sofort zu.

Der häufigste Fehler bei der Feiltechnik

Feilen schneiden nur im Vorwärtshub. Wer die Feile unter Druck zurückzieht, schleift die Zähne über das Werkstück und rundet sie ab – die Feile wird stumpf, obwohl sie kaum gearbeitet hat. Heben Sie beim Rückhub leicht ab oder nehmen Sie den Druck ganz weg, führen Sie das Werkzeug mit beiden Händen und nutzen Sie die gesamte Länge statt kurzer, hektischer Züge.

Mehr Druck bedeutet nicht mehr Abtrag, sondern ausgebrochene Zähne. Halten Sie ein ruhiges Tempo und wechseln Sie beim Flächenfeilen regelmäßig die Strichrichtung um etwa einen halben rechten Winkel: An den stehen gebliebenen alten Riefen sehen Sie sofort, wo noch Material steht. Und arbeiten Sie nie ohne Heft – die Angel kann bei einem Verkanten in die Hand getrieben werden. Feilen sind gehärtet und spröde, als Hebel oder Schlagwerkzeug brechen sie schlagartig.

Wie bleiben Feilen lange scharf?

Der größte Feind der Standzeit ist das Zusetzen. Festsitzende Späne in der Verzahnung ziehen tiefe Riefen in die eben gefeilte Fläche. Reinigen Sie die Feile regelmäßig mit einer Feilenbürste in Hiebrichtung; hartnäckige Späne lösen sich mit einem Messingdraht oder einem Holzkeil. Bei weichen Metallen hilft eingeriebene Kreide, weil sie das Verkleben der Zähne bremst.

Bewahren Sie Feilen so auf, dass sie sich nicht berühren: Zahn auf Zahn stumpft schneller ab als jede Arbeit am Werkstück. Ein Rollenhalter, eine Tasche mit Fächern oder eine Leiste an der Wand genügt. Halten Sie die Verzahnung trocken und fettfrei – eine ölige Feile rutscht und setzt sich schneller zu – und prüfen Sie neue Feilen zuerst an weicherem Material, damit die scharfen Zahnspitzen nicht gleich am gehärteten Teil ausbrechen.