Gewindeschneider – komplette Sätze für Innen- und Außengewinde

Gewindeschneider, Gewindeschneidzeugsatz, Gewindereparatur

Ein Gewinde entsteht in drei Situationen: Es wird neu geschnitten, ein vorhandenes wird nachgeschnitten, oder ein ausgerissenes muss wieder tragfähig werden. Diese Kategorie deckt alle drei ab – mit Gewindebohrern für das Innengewinde, Schneideisen für das Außengewinde und dem Zubehör, das beides führt.

Zum Handwerkzeug gehören Windeisen, Schneideisenhalter und Kassetten, in denen Bohrer, Eisen und Halter sortiert liegen statt lose in der Schublade. Angeboten werden Satzgewindebohrer, die die Arbeit auf Vor-, Mittel- und Fertigschneider verteilen, ebenso wie Einschnittgewindebohrer für den Maschinenbetrieb. Abgedeckt sind metrisches Regel- und Feingewinde genauso wie Zoll- und Rohrgewinde; beim Schneidstoff reicht die Spanne von unlegiertem Werkzeugstahl bis zu beschichtetem HSS für zähe Werkstoffe.

Neben dem Schneiden deckt die Kategorie den Reparaturfall ab. Ist ein Innengewinde ausgerissen, muss deshalb nicht das ganze Bauteil getauscht werden: Gewinde-Reparatursätze stellen die ursprüngliche Nenngröße über einen eingesetzten Gewindeeinsatz nach DIN 8140 wieder her. Weil solche Sätze im Betrieb aufgebraucht werden, stehen einzelne Gewindeeinsätze und die zugehörigen Übermaß-Gewindebohrer als Nachschub ebenfalls im Programm.

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Gewindeschneidzeugsatz M3-M12 32tlg.HSS Metallkass.TECWERK
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Gewindeschneidzeugsatz M3-M12 44tlg.HSS Ku.-Kass.TECWERK
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Gewindeschneidzeugsatz M3-M12 52-tlg.HSS Ku.-Koffer TECWERK
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Gewindeschneidzeugsatz M3-M20 54tlg.HSS Ku.-Kass.TECWERK
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Metallbearbeitungssatz M3-M12 33-tlg.HSS Ku.-Koffer TECWERK
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Metallkass.M3-M12 leer TECWERK
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Gewinde-Reparatursatz | metrisch / Zollgrößen | M5 - M12, 1/4" - 1/2" | 320-tlg.
118,68 EUR
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Das Kernloch entscheidet über das ganze Gewinde

Der häufigste Fehler beim Gewindeschneiden passiert vor dem ersten Schnitt – beim Bohren. Für metrisches Regelgewinde gilt die Faustformel: Kernlochdurchmesser gleich Nenndurchmesser minus Steigung. Bei einem Feingewinde setzen Sie die tatsächliche, kleinere Steigung ein; deshalb ist das Kernloch dort größer als beim Regelgewinde derselben Nenngröße. Wer das verwechselt, hat das Problem im Werkstück, bevor der Gewindebohrer überhaupt angesetzt ist.

Ist die Bohrung zu klein, muss der Gewindebohrer zu viel Werkstoff verdrängen: Das Drehmoment steigt, das Werkzeug klemmt und bricht – und ein abgebrochener Gewindebohrer ist gehärtet und lässt sich nicht einfach ausbohren. Ist die Bohrung zu groß, entsteht ein Gewinde mit zu geringer Tragtiefe, das unter Last die Flanken abstreift. Vor dem Schneiden wird die Bohrung angesenkt, damit der Anschnitt sauber greift und der erste Gewindegang keinen aufgeworfenen Grat bekommt.

Handgewindebohrer oder Maschinengewindebohrer?

Der klassische Satzgewindebohrer besteht aus Vorschneider, Mittelschneider und Fertigschneider. Die Arbeit verteilt sich auf mehrere Werkzeuge, das erforderliche Drehmoment bleibt gering, und der Fertigschneider mit kurzem Anschnitt bringt das Gewinde bis nahe an den Grund einer Sacklochbohrung. Für Handarbeit mit dem Windeisen ist das die sichere Variante.

Ein Einschnittgewindebohrer erzeugt das Gewinde in einem Durchgang und ist auf Maschinenbetrieb ausgelegt. Bei der Nutform entscheidet die Spanabfuhr: Geradegenutete Bohrer mit Schälanschnitt schieben den Span nach vorn und gehören in Durchgangsbohrungen. Spiralgenutete Ausführungen transportieren den Span nach oben aus dem Loch heraus und sind deshalb die Wahl für Grundlöcher. Im Sackloch bleibt der Span sonst am Grund liegen, verkeilt sich zwischen Werkzeug und Flanke und bricht den Bohrer.

Schneidstoff, Schmierung und Werkstoff

HSS deckt Baustahl, Guss und Aluminium im Handbetrieb zuverlässig ab. Für zähe und legierte Werkstoffe, insbesondere rostfreie Stähle, ist HSS-E mit Kobaltanteil die deutlich standfestere Wahl, weil dieser Schneidstoff seine Härte auch bei höherer Schnitttemperatur behält. Beschichtungen verringern die Reibung und verlängern die Standzeit, ersetzen aber keinen passenden Grundwerkstoff.

Schmierung ist beim Gewindeschneiden kein Zubehör. In Stahl und besonders in Edelstahl gehört Schneidöl oder Schneidpaste an jeden Schnitt, sonst reißt die Oberfläche auf und die Schneide stumpft ab. Aluminium neigt zum Aufschmieren; Grauguss wird üblicherweise trocken bearbeitet. Beim Handbetrieb hat es sich bewährt, nach einer knappen Umdrehung ein Stück zurückzudrehen: Der Span bricht ab, statt sich aufzuwickeln. Aus tiefen Sacklöchern nehmen Sie das Werkzeug zwischendurch ganz heraus und räumen die Späne aus.

Wenn das Gewinde ausgerissen ist

Ein beschädigtes Gewinde lässt sich nicht mit einem normalen Gewindebohrer reparieren – der schneidet leicht versetzt ein zweites Gewinde und trägt zusätzlich Material ab. Für verschmutzte, korrodierte oder leicht verformte Gewinde gibt es Nachschneidwerkzeuge und Gewindefeilen, die das vorhandene Profil nur nachformen. Ist das Gewinde dagegen wirklich ausgerissen – typisch in Aluminium, etwa an Zündkerzen- oder Ölablassgewinden –, hilft nur ein Gewindeeinsatz.

Die verbreitete Lösung ist der Drahtgewindeeinsatz nach DIN 8140. Die Bohrung wird aufgebohrt, mit einem STI-Gewindebohrer ein Übermaßgewinde geschnitten und der Einsatz mit einem Eindrehwerkzeug gesetzt; anschließend bricht man den Mitnehmerzapfen ab. Das Ergebnis ist ein Gewinde in der ursprünglichen Nenngröße, das durch die größere tragende Fläche in weichen Werkstoffen oft belastbarer ist als das Original. Bei der Einsatzlänge richten Sie sich nach dem Grundwerkstoff: Für Aluminium sind längere Ausführungen vorgesehen als für Stahl. Wichtig ist, dass STI-Bohrer, Einsatz und Eindrehwerkzeug zur selben Gewindegröße und Steigung gehören.