Bohrmaschinenzubehör: Bohrfutter, Adapter, Vorsätze

Bohrmaschinenzubehör

Ein ausgeschlagenes Bohrfutter merkt man am Rundlauf, lange bevor ein Bohrer bricht. Hier finden Sie Schnellspann- und Zahnkranzbohrfutter zum Nachrüsten, passende Bohrfutter- und Kreuzschlüssel, Adapter von SDS-plus auf Gewindeaufnahme sowie Winkelbohrvorsätze, mit denen sich auch dort bohren lässt, wo die Maschine sonst nicht hinkommt. Dazu Aufnahmeschäfte mit Zentrierbohrer für Lochsägen und Adaptersätze, die Steckschlüssel und Bits an der Bohrmaschine nutzbar machen.

Vor dem Kauf eines Futters Spannbereich und Aufnahme abgleichen: verbreitet sind die Gewinde 1/2 Zoll x 20 UNF und 3/8 Zoll x 24 UNF, daneben gibt es Futter mit Sechskantschaft für den Akkuschrauber. Wer feine Bohrer einsetzt, achtet auf den unteren Spannbereich, denn viele Futter greifen erst ab gut einem Millimeter zuverlässig.

Schnellspannbohrfutter | 0,8 - 10 mm | Antrieb Außensechskant 6,3 mm (1/4")
6,12 EUR
inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand
Schnellspannbohrfutter für Rechtslauf TECWERK
Schnellspannbohrfutter für Rechtslauf TECWERK
ab 73,61 EUR
inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand
Zahnkranzbohrfutterschlüssel TECWERK
ab 3,92 EUR
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Kegeldorn gehärtet und geschliffen TECWERK
ab 6,09 EUR
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Reduzierhülse DIN 2185 gehärtet und geschliffen TECWERK
ab 6,71 EUR
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Verlängerungshülse DIN 2187 gehärtet und geschliffen TECWERK
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Zentrierspitze mitlaufend TECWERK
ab 130,54 EUR
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Einlegeprisma passend zu Wechselhalter mit Prisma TECWERK
22,87 EUR
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Morsekonushülse passend für Wechselhalter TECWERK
ab 59,38 EUR
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Schnellwechselstahlhalterkopf TECWERK
265,21 EUR
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Wechselhalter passend für Drehstähle TECWERK
ab 139,28 EUR
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Wechselhalter passend für große Zylinderschäfte TECWERK
198,46 EUR
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Zahnkranz- oder Schnellspannfutter?

Das Zahnkranzbohrfutter wird mit einem Schlüssel gespannt und erreicht dadurch die höhere Spannkraft. Es steckt Schmutz, Späne und Kühlmittel besser weg und ist die robustere Wahl für Ständerbohrmaschinen und schwere Arbeiten. Wichtig beim Spannen ist, dass alle Bohrungen am Kranz nacheinander benutzt werden und nicht nur eine - wird nur an einer Stelle nachgezogen, ziehen die Backen ungleich an, der Bohrer läuft unrund und arbeitet das Futter aus.

Das Schnellspannfutter wird von Hand gespannt, ein- oder zweihülsig. Es ist schneller und beim häufigen Werkzeugwechsel klar im Vorteil, verliert aber bei hohem Drehmoment und beim Schlagbohren eher an Spannkraft. Achten Sie hier auf eine Ratschen- oder Rastsicherung gegen selbsttätiges Lösen und auf eine metallene Spannhülse für den Werkstatteinsatz. Ohne Spindelarretierung braucht das Spannen zwei Hände, weil sich sonst die Spindel mitdreht - einhülsige Futter setzen eine solche Arretierung an der Maschine voraus.

Wie kommt das Futter auf die Maschine - und wieder herunter?

Es gibt zwei gängige Aufnahmen: ein Innengewinde in einer der üblichen Zollgrößen und einen Kegel, bei dem das Futter allein durch Reibschluss auf dem Dorn sitzt. Vor dem Kauf gehört deshalb ein Blick auf die vorhandene Aufnahme, denn beide Systeme lassen sich nicht gegeneinander tauschen, und auch innerhalb der Gewindeaufnahmen sind mehrere Größen im Umlauf.

Beim Gewindefutter sitzt fast immer eine Sicherungsschraube mit Linksgewinde im Inneren des Futters, sichtbar nach vollständigem Öffnen der Backen. Sie wird im Uhrzeigersinn gelöst - wer aus Gewohnheit dagegen dreht, zieht sie fest und reißt im schlimmsten Fall den Kopf ab. Ist sie heraus, klemmt man einen kurzen Sechskantschlüssel im Futter fest und löst das Futter mit einem beherzten Schlag entgegen der Drehrichtung. Kegelfutter werden dagegen nie abgehebelt, sondern mit einem passenden Austreibkeil oder Abzieher gleichmäßig abgedrückt; ein verkanteter Kegel beschädigt Dorn und Spindellager.

Warum rutscht der Bohrer durch?

Wenn ein Werkzeug im Futter durchdreht, liegt es selten am fehlenden Kraftaufwand. Häufigste Ursache ist ein glatter Rundschaft in Verbindung mit hohem Drehmoment, wie es Lochsägen, große Holz- und Forstnerbohrer erzeugen. Für solche Arbeiten sind Schäfte mit angeschliffenen Spannflächen oder ein Sechskantschaft die bessere Wahl. Zweite Ursache sind verschmutzte oder ölige Backen: Fett auf dem Schaft senkt die Reibung genau dort, wo sie gebraucht wird.

Ein Schaft, der bereits durchgerutscht ist, trägt Riefen und arbeitet die gehärteten Backen aus - er gehört aussortiert und nicht weiterverwendet, sonst nimmt er das nächste Futter mit. Spannen Sie Werkzeuge grundsätzlich tief und mittig ein, damit alle drei Backen tragen. Und prüfen Sie den Rundlauf, wenn Bohrungen zu groß werden oder kleine Bohrer reihenweise brechen: ein eingespannter Bohrer, der beim Drehen von Hand sichtbar schlägt, ist selten selbst krumm - meist ist das Futter am Ende.

Was leisten Vorsätze und Adapter, und wo ist die Grenze?

Ein Winkelbohrvorsatz lenkt den Antrieb um und bringt den Bohrer dorthin, wo die Maschine mit ihrer Baulänge nicht hinkommt: zwischen Balken, in Kastenmöbel, in Zwischendecken. Der Preis dafür ist Verlust an Drehmoment und Drehzahl sowie eine Umlenkung, die beim Anziehen gegenhalten will - ohne Zusatzgriff oder Abstützung dreht sich der Vorsatz mit.

Adapter von Sechskant auf Vierkant machen Steckschlüssel an der Maschine nutzbar. Denken Sie dabei daran, dass Bohrmaschine und Akkuschrauber keine Schlagschrauber sind: Sie ziehen bequem vor, das endgültige Anzugsmoment gehört auf den Drehmomentschlüssel. Zur Pflege genügt wenig - Futter gelegentlich ganz öffnen, Späne ausblasen, einen Tropfen Öl an Gewinde und Zahnkranz geben und die Spannflächen der Backen selbst fettfrei halten.