Bohrer für Metall: HSS, Stufen- und Blechschälbohrer

Bohrer für Metall

Ein stumpfer Bohrer reibt im Metall, statt zu schneiden, und härtet die Bohrstelle an. Hier stehen HSS-Spiralbohrer einzeln und im Satz, cobaltlegierte HSS-G-Ausführungen für Edelstahl und zähe Legierungen sowie titannitrierte Bohrer mit längerer Standzeit. Dazu Sonderformen: Stufen- und Blechschälbohrer erledigen mehrere Durchmesser mit einem Werkzeug und entgraten das Loch gleich mit, Doppelendbohrer für Karosseriearbeiten lassen sich umdrehen, wenn eine Spitze bricht, und linksschneidende Bohrer drehen abgerissene Schrauben beim Bohren oft von selbst heraus.

Je zäher der Werkstoff, desto niedriger die Drehzahl und desto gleichmäßiger der Vorschub. Edelstahl verfestigt sich unter einem kratzenden Bohrer und ist danach kaum noch zu durchbohren. In dünnem Blech verhakt ein normaler Spiralbohrer gern und reißt das Loch aus; dort ist ein Stufen- oder Blechschälbohrer die sichere Wahl.

Leerkassette f.Spiralbohrer DIN 338 Abm.1-13mm steig.um 0,5mm 25-tlg.Ku.TECWERK
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Spiralbohrer DIN 1897 Typ N HSS Zylinderschaft extra kurz TECWERK
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Spiralbohrer DIN 1897 Typ UNI extra kurz TECWERK
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Spiralbohrer DIN 338 Typ N HSS profilgeschliffen TiN-kopfb. kurz rechtsschneidend TECWERK
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Spiralbohrer DIN 338 Typ N kurz TECWERK
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Spiralbohrer DIN 340 Typ N HSS profilgeschliffen Zylinderschaft lang TECWERK
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Zentrierbohrer DIN 333 Form A HSS-Co rechtsschneidend TECWERK
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Zentrierbohrer DIN 333 Form R HSS rechtsschneidend TECWERK
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Leerkassette f.Spiralbohrer DIN 338 Abm.1-5,9mm steig.um 0,1mm 50-tlg.Ku.TECWERK
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HSS, HSS-G, HSS-Co und TiN: was die Kürzel bedeuten

Die Bezeichnung auf dem Schaft sagt Ihnen, wie der Bohrer hergestellt wurde und wofür er taugt. Einfache HSS-Bohrer sind rollgewalzt: schnell gefertigt, günstig, mit vergleichsweise rauer Schneide und größeren Toleranzen. HSS-G steht für geschliffene Ausführungen, deren Schneiden und Spitzenwinkel präzise erzeugt sind; sie zentrieren besser, bohren maßhaltiger und halten länger. HSS-Co beziehungsweise HSS-E enthält Kobalt und behält seine Härte auch bei höheren Temperaturen – das ist die Wahl für Edelstahl, hochlegierte und zähe Werkstoffe.

Beschichtungen wirken an der Oberfläche, nicht im Kern. Titannitrid senkt die Reibung und verringert das Anhaften von Spänen, wodurch die Standzeit steigt. Ein beschichteter einfacher Bohrer ersetzt aber keinen kobaltlegierten, wenn der Werkstoff die Wärme verlangt – und beim Nachschleifen ist die Beschichtung an der Schneide ohnehin verloren.

Typ N, H oder W – und was die DIN-Nummer verrät

Der Bohrertyp beschreibt Drallwinkel und Anschliff. Typ N ist die Standardausführung für normale Werkstoffe wie Stahl und Guss. Typ H hat einen kleineren Drallwinkel und ist für harte, spröde Werkstoffe sowie für kurzspanendes Material gedacht. Typ W mit großem Drallwinkel räumt lange, weiche Späne besser aus und passt zu Aluminium, Kupfer und Kunststoff. Ein Bohrer mit Kreuzanschliff zentriert sich zusätzlich selbst und wandert beim Anbohren weniger.

Die DIN-Nummer beschreibt die Baulänge: DIN 338 ist die gebräuchliche kurze Reihe für die meisten Arbeiten, DIN 340 die lange Reihe für tiefe Bohrungen, DIN 1897 die extra kurze Reihe. Kurz ist dabei fast immer besser: Je kürzer ein Bohrer, desto steifer ist er und desto exakter wird das Loch; zur langen Reihe greift man nur, wenn die Bohrtiefe es verlangt. Für exakt positionierte Löcher setzt man mit einem Zentrierbohrer an, der wegen seiner kurzen, dicken Bauform überhaupt nicht ausweichen kann.

Körnen, spannen, kühlen

Drei Handgriffe entscheiden über das Ergebnis, und alle drei passieren vor dem eigentlichen Bohren. Erstens: körnen. Ohne Körnerpunkt wandert die Querschneide über die Oberfläche und das Loch sitzt neben dem Anriss. Zweitens: spannen. Ein von Hand gehaltenes Werkstück reißt der Bohrer beim Durchbruch herum – besonders dünnes Blech, das sich dabei in eine scharfkantige Schleuder verwandelt. Ein Schraubstock kostet wenige Sekunden.

Drittens: kühlen und schmieren. In Stahl und besonders in Edelstahl gehört Bohremulsion oder Schneidöl an die Schneide; es kühlt weniger, als dass es die Reibung senkt, und genau das hält den Bohrer scharf. Grauguss wird trocken gebohrt, Aluminium neigt zum Verkleben und verträgt spezielle Schmierstoffe. Ab etwa acht bis zehn Millimetern lohnt Vorbohren, weil die Querschneide eines großen Bohrers das Material eher verdrängt als schneidet und dabei hohe Vorschubkraft verlangt. Späne werden nie mit der Hand entfernt, sondern mit Haken oder Bürste.

Woran Sie einen stumpfen Bohrer erkennen

Ein scharfer Bohrer erzeugt zwei gleichmäßige, gleich lange Späne und zieht sich mit geringem Druck selbst ins Material. Werden die Späne kurz, staubig oder ungleich, muss deutlich gedrückt werden, quietscht es oder färbt sich die Schneide blau, ist der Bohrer stumpf oder war die Drehzahl zu hoch. Blaue Anlauffarben bedeuten, dass die Schneide über ihre Anlasstemperatur hinaus erhitzt wurde – ab da wird sie auch nach dem Abkühlen nicht wieder hart.

Beim Nachschleifen kommt es auf zwei Dinge an: gleiche Schneidenlänge und gleicher Winkel auf beiden Seiten sowie eine ausreichende Freifläche hinter der Schneide. Ist eine Lippe länger als die andere, schneidet nur sie – das Loch wird zu groß und der Bohrer läuft unrund. Fehlt der Freiwinkel, reibt der Bohrer, statt zu schneiden. Aufbewahrt werden Bohrer so, dass die Schneiden sich nicht berühren; in einer losen Schublade sind sie stumpf, bevor sie das erste Loch gesehen haben.