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Spachteln, Kellen & Rührer – Glättekellen und Putzkellen für Putz und Mörtel
Ob Putz, Fliesenkleber oder Spachtelmasse am Ende sauber aussieht, entscheidet sich am Blatt in der Hand - zum Auftragen, zum Verteilen und zum Abziehen gehört jeweils ein anderes Werkzeug. Hier liegen die drei Gruppen nebeneinander: Kellen zum Aufziehen und Glätten, Spachteln zum Füllen und Abziehen kleinerer Flächen sowie Schaber, mit denen Sie Altbeschichtungen, Kleberreste und angebackene Dichtungen wieder herunterbekommen.
Bei den Kellen bestimmt die Blattform den Einsatz. Glättekellen tragen flächig auf und ziehen ab, Zahnkellen legen den Kleber in gleichmäßigen Riefen ab, und die schmalen Putz- und Maurerkellen kommen in Ecken, an Anschlüsse und in Ausbesserungsstellen, an denen ein breites Blatt anstößt. Ausführungen aus rostfreiem Stahl setzen bei zementären Massen nicht an, gehärtete Stahlblätter bleiben dafür steifer.
Die Spachtel- und Schaberseite reicht von federnden Japanspachteln für dünne Feinschichten über Multifunktionsspachtel bis zu Hartmetall-, Plaketten- und Dichtungsschabern, die Aufkleber, Lack und festgebackene Dichtungsreste von Metall lösen, ohne die Dichtfläche zu verriefen. Bei den meisten Schabern ist die Klinge wechselbar - eine stumpfe Schneide reißt mehr, als sie abträgt, und rutscht dabei leichter ab.
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Welche Kelle für welchen Arbeitsschritt?
Die Kellenformen tragen bis heute die Namen der Regionen, in denen sie entstanden sind. Praktisch unterscheiden sie sich in der Blattform und damit im Einsatz: Rechteckige und trapezförmige Blätter nehmen viel Material auf und verteilen es großflächig, spitz zulaufende Formen kommen in Ecken, an Anschlüssen und bei Ausbesserungen an Stellen, die ein großes Blatt nicht erreicht.
Bei Glättekellen entscheidet die Blattstärke über das Arbeitsgefühl. Ein kräftiges, gehärtetes Blatt bleibt formstabil und ist die Wahl, wenn Putz kräftig angezogen und verdichtet werden muss. Ein dünnes, federndes Blatt aus rostfreiem Stahl schmiegt sich an und hinterlässt im Feinbereich die gleichmäßigere Oberfläche. Rostfreier Stahl ist außerdem bei Gips- und Kalkputzen im Vorteil, weil kein Abrieb Rostspuren in die helle Fläche zieht.
Zahnkellen: Die Zahnung entscheidet über die Haftung
Beim Fliesenlegen bestimmt nicht die Klebermenge, sondern das Zahnprofil, wie viel Mörtel unter der Fliese ankommt. Die Regel dahinter ist einfach: Je größer das Format und je unebener der Untergrund, desto gröber die Zahnung. Bei kleinen Formaten und glattem Untergrund reicht eine feine Zahnung, sonst quillt der Kleber in die Fugen und muss wieder herausgekratzt werden.
Entscheidend ist die vollflächige Einbettung. Hohlstellen unter der Fliese sind die häufigste Ursache für Risse und für Kanten, die später abplatzen, besonders im Außenbereich und unter Bodenbelastung. Kontrollieren Sie deshalb zu Beginn eine verlegte Fliese, indem Sie sie noch einmal abheben und die Rückseite ansehen. Arbeiten Sie in Abschnitten: Zieht der Kleber an, bevor die Fliese liegt, bildet sich eine Haut und die Verbindung entsteht gar nicht erst. Halten Sie die Kelle beim Auftragen in einem gleichbleibenden Winkel, damit die Rillen durchgehend gleich hoch stehen.
Rühren ohne Luftblasen und Klumpen
Der Rührer muss zum Material passen. Eine Wendel, die das Material nach oben fördert, hebt schwere Massen wie Mörtel, Estrich und Fliesenkleber aus dem Eimerboden und mischt sie durch. Für dünnflüssige Materialien wie Farben und Lacke ist die entgegengesetzte Förderrichtung besser: Das Material wird nach unten gedrückt, dadurch bleibt der Eimer ruhig und es wird weniger Luft eingeschlagen.
Luftblasen sind kein kosmetisches Problem. In Spachtelmassen und Beschichtungen führen sie zu Poren und Nadelstichen in der fertigen Oberfläche. Rühren Sie deshalb mit niedriger Drehzahl, führen Sie den Rührer vollständig eingetaucht und ziehen Sie ihn nicht bei laufender Maschine heraus. Geben Sie dem Material nach dem ersten Mischen die vom Hersteller angegebene Reifezeit und rühren Sie danach kurz erneut auf. Dieser zweite Durchgang ist es, der eine klumpenfreie, gleichmäßige Konsistenz bringt.
Warum Reinigung hier über die Lebensdauer entscheidet
Kaum eine andere Werkzeuggruppe verzeiht Nachlässigkeit so schlecht. Angetrockneter Mörtel oder Fliesenkleber lässt sich später nur noch mechanisch entfernen, und dabei entstehen genau die Kerben und Rauigkeiten am Blatt, die anschließend Riefen in jede geglättete Fläche ziehen. Ein einziger vergessener Arbeitstag kann eine Kelle unbrauchbar machen.
Reinigen Sie Kellen, Spachtel und Rührer deshalb unmittelbar nach Gebrauch mit Wasser, solange das Material noch nicht abgebunden hat, und trocknen Sie sie ab. Bei gehärtetem, nicht rostfreiem Stahl schützt ein dünner Ölfilm vor Flugrost. Prüfen Sie außerdem regelmäßig die Kanten, denn ein umgeschlagener oder verbogener Blattrand hinterlässt bei jedem Zug eine Spur. Bei Schabern gilt dasselbe für die Klinge: Eine stumpfe oder eingekerbte Klinge schabt nicht, sie rutscht ab, und genau dabei passieren die Schnittverletzungen.