Augenschutz – Schutzbrillen und Vollsichtbrillen nach EN 166

Schutzbrille, Vollsichtschutzbrille, Augenschutz, EN 166

Ein Span im Auge legt mehr Arbeitszeit still als jede Schutzbrille, die im Schrank liegen bleibt. Hier finden Sie Augenschutz für Werkstatt, Industrie und Baustelle: leichte Bügelbrillen für Montage und Kontrollgänge, rundum anliegende Vollsichtbrillen für staubige und spanende Arbeiten sowie Schweißerbrillen und automatisch verdunkelnde Schweißerhelme.

Die Bauart entscheidet, wovor eine Brille tatsächlich schützt. Die Bügelbrille sitzt leicht und stört wenig, deckt das Auge aber im Wesentlichen von vorn ab. Die Vollsichtbrille liegt ringsum an und fängt auch das ab, was von der Seite, von unten oder aus der Druckluftpistole kommt. Klare Scheiben lassen Farben und Kontraste am Werkstück unverfälscht, getönte nehmen die Blendung bei Arbeiten im Freien. Automatikhelme schalten beim Zünden des Lichtbogens selbst dunkel, sodass beide Hände am Werkstück bleiben können.

Prüfen Sie vor dem Kauf die Kennzeichnung auf Rahmen und Scheibe. Sie nennt die Norm EN 166, den Verwendungsbereich und die Stufe des Schlagschutzes – erst diese Angaben sagen, ob ein Modell für Ihre Arbeit überhaupt zugelassen ist. Eine Korrektionsbrille ersetzt das nicht: Ihre Gläser sind auf Sehschärfe ausgelegt, nicht auf Schlagenergie.

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Schutzbrille Daylight One EN 166 Polycarbonat TECWERK
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Was bedeuten die Zeichen auf Rahmen und Scheibe?

Jede geprüfte Schutzbrille trägt zwei Kennzeichnungen, und sie sagen Verschiedenes aus. Auf dem Rahmen stehen das Herstellerzeichen, die Norm EN 166 und Ziffern für den Verwendungsbereich: Die 3 steht für Flüssigkeiten, die 4 für Grobstaub, die 5 für Gas und Feinstaub, die 8 für den Störlichtbogen und die 9 für Schmelzmetall und heiße Festkörper. Fehlt eine solche Ziffer, ist die Brille für allgemeine mechanische Gefahren gedacht, nicht für Chemie oder Hitze.

Auf der Sichtscheibe findet sich die optische Klasse. Klasse 1 ist für dauerndes Tragen freigegeben, die höheren Klassen nur für kurzzeitigen Einsatz - wer eine Brille den ganzen Tag auf der Nase hat, sollte deshalb auf die 1 achten, sonst ermüden die Augen. Dazu kommen Zusatzbuchstaben: Ein K bescheinigt Beständigkeit gegen Oberflächenbeschädigung durch feine Partikel, ein N steht für Beständigkeit gegen Beschlagen. Filterscheiben tragen zusätzlich eine Skalennummer, die angibt, gegen welche Strahlung und in welcher Stärke die Scheibe schützt.

Wie viel Schlagschutz braucht Ihre Arbeit?

Für den mechanischen Widerstand gibt es eine klare Buchstabenfolge. Ein S bedeutet erhöhte Festigkeit, ein F Schutz gegen Teilchen niedriger Energie, ein B gegen mittlere und ein A gegen hohe Energie. Dahinter stehen genormte Prüfgeschwindigkeiten von fünfundvierzig, einhundertzwanzig und einhundertneunzig Metern je Sekunde. Leichte Bügelbrillen erfüllen üblicherweise die untere Stufe, Vollsichtbrillen die mittlere, während die höchste Stufe Gesichtsschutzschirmen vorbehalten bleibt.

Daraus ergibt sich die Auswahl fast von selbst: Beim Bohren, Sägen und Montieren genügt eine gut sitzende Bügelbrille. Sobald getrennt, geschliffen oder mit Druckluft ausgeblasen wird, fliegen Partikel mit hoher Geschwindigkeit und aus wechselnden Richtungen - dann gehört eine rundum anliegende Vollsichtbrille auf, gegebenenfalls ergänzt um einen Gesichtsschutz. Ein Schirm ersetzt die Brille übrigens nicht: Er hält grobe Teile und Funken ab, lässt aber Staub von unten durch und wird deshalb über der Schutzbrille getragen.

Warum beschlagene Gläser das größte Problem sind

Die beste Schutzbrille nützt nichts, wenn sie abgesetzt wird, und genau das passiert, sobald die Scheibe beschlägt. Abhilfe schaffen Scheiben mit Antibeschlag-Beschichtung, erkennbar am N, sowie Vollsichtbrillen mit indirekter Belüftung, die Luft zirkulieren lassen, ohne Spritzern einen geraden Weg zum Auge zu öffnen. Wichtig ist, eine solche Beschichtung nicht trocken abzuwischen - sie ist empfindlich und verschwindet unter dem Ärmel schneller als unter jeder Belastung.

Der zweite Grund ist ein zu dichter Sitz; verstellbare Bügel verbessern Halt und Belüftung zugleich. Brillenträger greifen zur Überbrille oder zur Vollsichtbrille, die über der Korrekturbrille getragen wird - eine normale Schutzbrille auf eine Sehbrille zu drücken, führt zu Druckstellen und zu unruhigem Sitz.

Wann gehört eine Scheibe ersetzt?

Kratzer sind nicht nur ein optisches Ärgernis. Sie streuen das Licht, kosten Kontrast und schwächen die Scheibe genau dort, wo sie im Ernstfall halten müsste. Eine zerkratzte oder trüb gewordene Scheibe wird ersetzt, ebenso jede Scheibe, die einen harten Treffer abbekommen hat - eine feine Rissbildung im Polycarbonat sieht man erst, wenn es zu spät ist. Auch Alter und UV-Strahlung machen Kunststoff mit den Jahren spröde.

Gereinigt wird mit reichlich Wasser und mildem Reiniger, danach mit einem weichen Tuch. Trockenes Wischen schleift den anhaftenden Staub in die Oberfläche, Lösemittel und Alkohol greifen Beschichtung und Rahmen an. Bewahren Sie die Brille in einem Beutel oder Etui auf, nicht lose in der Werkzeugkiste. Wer schweißt, wählt die Schutzstufe nach Verfahren und Stromstärke - bei automatisch verdunkelnden Filtern lohnt vor jedem Einsatz ein kurzer Blick darauf, ob Sensorfenster und Solarzelle frei und sauber sind.