- Sie haben noch keine Artikel in Ihrem Warenkorb.
Transportgeräte & Behälter – sicher bewegen und laden in Werkstatt und Lager
Schwere Lasten bewegen sich in der Werkstatt selten von allein – hier stehen die Geräte, die sie ins Rollen bringen und unterwegs an Ort und Stelle halten. Auf der Transportseite finden Sie flache Rollbretter für die Arbeit unter dem Fahrzeug, Roller und Wagen für Kisten, Fässer und sperriges Material sowie Hubwagen für palettierte Ware. Dazu kommt der Ersatzbedarf, der an rollendem Gerät regelmäßig anfällt: Lenk- und Bockrollen, Fahrgriffe und Kleinteile, mit denen sich ein vorhandener Wagen wieder gangbar machen lässt, statt ihn zu ersetzen.
Die zweite Hälfte der Kategorie ist die Ladungssicherung: Zurrgurte mit Ratsche, Knarren-Spannbänder, Antirutschmatten, Rundschlingen und Kantenschutz. Diese Teile stehen bewusst nebeneinander, denn eine Ladung wird selten mit einem einzelnen Bauteil gesichert, sondern aus der Kombination heraus. Achten Sie beim Kauf auf die Auslegung: Tragfähigkeit, Rollenmaterial und zulässige Zurrkraft stehen in der jeweiligen Artikelbeschreibung und sollten zum Untergrund und zur tatsächlichen Last passen – nicht zum Wunschfall.
1 bis 24 (von insgesamt 204)
Welche Rolle passt zu Ihrem Boden?
Das Rad entscheidet darüber, wie leicht sich ein beladener Wagen bewegen lässt und was der Boden davon abbekommt. Harte Laufbeläge aus Polyamid rollen auf glattem, festem Untergrund am leichtesten, weil sie kaum einfedern; dafür übertragen sie jeden Stoß auf die Ladung, sind laut und hinterlassen auf empfindlichen Böden Spuren. Elastische Beläge aus Gummi oder thermoplastischem Elastomer laufen leiser, federn Unebenheiten ab und schonen den Bodenbelag, brauchen aber etwas mehr Anschubkraft. Polyurethan liegt dazwischen und ist der übliche Kompromiss für Werkstattböden.
Achten Sie auch auf die Kombination von Lenk- und Bockrollen: Zwei feste und zwei lenkbare Rollen ergeben ein Fahrverhalten, das sich gut geradeaus schieben lässt; vier Lenkrollen sind wendiger, aber auf Gefälle schwerer zu halten. Feststeller sollten nicht nur das Rad blockieren, sondern bei Lenkrollen auch die Drehung der Gabel, sonst wandert der Wagen trotz angezogener Bremse.
Tragkraft richtig lesen
Eine Tragkraftangabe gilt immer für einen definierten Zustand: gleichmäßig verteilte Last, ebener Untergrund, Schrittgeschwindigkeit. Sobald die Ladung einseitig steht, trägt eine Rolle deutlich mehr als rechnerisch vorgesehen. Beim Überfahren einer Schwelle oder Fuge kommen kurzzeitig Kräfte hinzu, die ein Vielfaches der ruhenden Last betragen können. Wer eine Reserve von etwa einem Drittel einplant, liegt in der Praxis richtig.
Beim Ersatz einzelner Rollen an einem vorhandenen Wagen müssen Aufnahme, Nabenlänge, Radbreite und Achsdurchmesser zusammenpassen – nicht nur der Außendurchmesser. Ein zu großes Rad hebt den Rahmen an und verändert die Bodenfreiheit, ein zu schmales erhöht die Flächenpressung auf den Boden. Und ganz gleich, wie stabil das Fahrgestell ist: Gezogen wird ein Wagen nur dort, wo die Sicht es zulässt, geschoben ansonsten immer.
Ladungssicherung: was die Angaben auf dem Etikett bedeuten
Zurrgurte tragen ein Etikett nach DIN EN 12195-2, und dessen Zahlen werden regelmäßig falsch gelesen. Der wichtigste Wert ist die zulässige Zurrkraft LC – nicht die Bruchlast und erst recht nicht das Gewicht, das der Gurt angeblich hält. Beim Niederzurren kommt es zusätzlich auf die Vorspannkraft an, die die Ratsche in den Gurt einbringt, denn dort wirkt die Sicherung ausschließlich über die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche.
Genau deshalb sind Antirutschmatten kein Zubehör, sondern Teil der Rechnung: Sie erhöhen den Reibbeiwert erheblich und reduzieren die Zahl der nötigen Gurte. Beim Direktzurren dagegen hält der Gurt die Last unmittelbar, was bei schweren Einzelstücken meist wirksamer ist. Über scharfe Kanten gehört in beiden Fällen ein Kantenschutz: Ein Gurt, der über eine Kante gespannt wird, verliert dort einen erheblichen Teil seiner Festigkeit und kann bei einer Vollbremsung schlagartig versagen.
Wann Gurt oder Rolle ausgemustert gehören
Zurrmittel sind Betriebsmittel mit Verschleiß und werden vor jedem Einsatz in Augenschein genommen. Ablegereif ist ein Gurt bei Einschnitten oder Einrissen am Rand, bei Garnbrüchen im Gurtband, bei Beschädigungen der Naht, bei verformten, angerissenen oder stark korrodierten Ratschen und Haken – und auch dann, wenn das Etikett fehlt oder unleserlich geworden ist, denn ohne Kennzeichnung lässt sich die Belastbarkeit nicht mehr feststellen. Chemikalien und dauerhafte UV-Einwirkung schwächen das Gewebe, ohne dass man es ihm ansieht.
Bei Rollen und Fahrgestellen sind Flachstellen, ausgeschlagene Lager, Risse im Radkörper und verbogene Gabeln die typischen Warnzeichen. Reparieren lässt sich davon wenig; der Austausch der kompletten Rolle ist meist die sichere und günstigere Lösung. Achsen und Lager danken es, wenn Fäden, Umreifungsband und Späne gelegentlich entfernt werden – sie sind die häufigste Ursache für schwergängige Lenkrollen.