Sonstige Schrauben – Schrauben ohne Antrieb für spezielle Anwendungen

Sonstige Schrauben

Sonstige Schrauben – Schrauben ohne Antrieb für spezielle Anwendungen
In dieser Kategorie finden Sie Schrauben ohne klassischen Antrieb, also ohne Innen- oder Außensechskant. Dazu zählen Schlossschrauben (Flachrundschrauben), Ringschrauben sowie Kennzeichenschrauben. Diese Schrauben zeichnen sich durch ihre besondere Kopfform und Funktion aus – ideal für sichere, formschöne und haltbare Verbindungen. Ob für den Metallbau, Fahrzeugmontagen oder Beschilderungen – unsere sonstigen Schrauben überzeugen durch hohe Materialqualität, präzise Verarbeitung und Zuverlässigkeit im Einsatz. Jetzt entdecken und die passende Lösung für Ihr Projekt finden!

Ringschrauben DIN 580 - V4A
Größe:     M6 - M20
Tragfähigkeit: variabel
Kopfform:   Ring
Material:   Edelstahl A4
Norm:     DIN 580
Besonderheit:  
    AISI 316
    hoher Korrosionsschutz
    Industriequalität
ab 2,17 EUR
inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand
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Woran Sie Schlossschrauben erkennen und wie sie halten

Die Schlossschraube nach DIN 603, auch Flachrundschraube genannt, hat einen flachen, gewölbten Kopf ganz ohne Antrieb. Unter dem Kopf sitzt ein Vierkantansatz, und genau der ist die Funktion: Er zieht sich beim Anziehen in Holz ein oder sitzt formschlüssig in einem quadratisch vorgestanzten Loch im Blech und hält die Schraube gegen Verdrehen fest. Angezogen wird deshalb ausschließlich an der Mutter.

Daraus ergibt sich das Einsatzgebiet: überall dort, wo eine Seite sichtbar oder begehbar bleibt und keine Angriffsfläche bieten soll - Zäune, Tore, Sitzbänke, Anhängerböden und Holzkonstruktionen im Freien. Der häufigste Montagefehler ist ein zu großes Bohrloch: Der Vierkant findet dann keinen Halt, und die Schraube dreht beim Anziehen mit. Bohren Sie das Loch nur so groß wie den Schaft und setzen Sie den Kopf mit einem leichten Hammerschlag, damit der Vierkant einzieht. Teilgewinde spannt zwei Bauteile beim Anziehen zusammen und ist dafür die bessere Wahl als Vollgewinde.

Ringschrauben: Was die Tragfähigkeit wirklich bestimmt

Die Ringschraube nach DIN 580 ist ein Anschlagpunkt, kein gewöhnliches Befestigungsmittel - und sie wird häufig falsch belastet. Die angegebene Tragfähigkeit gilt für Zug in Richtung der Schraubenachse. Zieht das Seil schräg, sinkt die zulässige Last erheblich; Zug quer zur Ringebene ist unzulässig, weil der Ring dabei aufgebogen wird. Für Schräg- und Seitenzug gibt es Anschlagpunkte mit drehbarem Bügel, die sich in Zugrichtung ausrichten.

Genauso wichtig ist die Montage. Die Ringschraube muss mit ihrer Auflagefläche vollständig und plan auf dem Bauteil aufliegen; Unterlegscheiben zum Ausrichten des Rings sind nicht zulässig, weil dann die Auflage fehlt und die Last allein im Gewinde hängt. Die Einschraubtiefe richtet sich nach dem Werkstoff - in Stahl etwa ein Gewindedurchmesser, in weicheren Werkstoffen entsprechend mehr. Vor jedem Einsatz gilt eine Sichtprüfung: verformter Ring, Risse, Korrosionsnarben oder beschädigtes Gewinde bedeuten Aussortieren. Nachrichten, Aufschweißen oder Erwärmen sind an tragenden Anschlagmitteln nicht erlaubt.

Flügel- und Kennzeichenschrauben: von Hand statt mit Werkzeug

Die Flügelschraube nach DIN 316 wird ohne Werkzeug bedient und gehört dorthin, wo häufig gelöst und wieder befestigt wird: Abdeckungen, Schutzgitter, Verstellungen, Gerätehalterungen. Ihre Grenze liegt in der erreichbaren Vorspannkraft - von Hand angezogen bleibt sie gering, deshalb eignet sie sich nicht für tragende Verbindungen und nicht dort, wo dauernd Vibrationen einwirken. Wer mit der Zange nachhilft, bricht die Flügel ab; dann ist die Schraube ohne Antrieb und muss ausgebohrt werden.

Kennzeichenschrauben fassen in Kunststoffhalter, Clips oder Spreiznieten am Kennzeichenträger, meist mit passender Abdeckkappe. Das Gegenstück ist Kunststoff, und Kunststoffgewinde verzeihen kein Überdrehen: handfest anziehen und dann aufhören.

Welche Oberfläche passt zu welcher Umgebung?

Galvanisch verzinkte Schrauben sind für trockene und wettergeschützte Bereiche gedacht; ihre Zinkschicht ist dünn und im Dauerkontakt mit Feuchtigkeit rasch aufgebraucht. Nichtrostender Stahl der Sorte A2 deckt Innenbereiche und normale Außenbewitterung ab. Wo Chloride wirken - Küstennähe, Streusalz, Schwimmbad, Stall - gehört A4 hin, weil A2 dort Lochkorrosion bekommt.

Zwei Punkte werden dabei gern übersehen. Erstens die Werkstoffpaarung: Edelstahl gegen verzinkten Stahl oder gegen Aluminium bildet in feuchter Umgebung ein galvanisches Element, bei dem das unedlere Metall abgetragen wird - hier hilft eine Trennung durch Kunststoffscheiben. Zweitens neigen nichtrostende Schrauben zum Kaltverschweißen: langsam und gleichmäßig anziehen, bei Bedarf mit Montagepaste, sonst frisst das Gewinde fest und ist weder anziehbar noch lösbar. In gerbsäurehaltigen Hölzern wie Eiche und Lärche hat verzinkter Stahl nichts verloren - die Säure zerstört die Zinkschicht und färbt das Holz schwarz.